Was genau fällt unter der Objektfinanzierung?
veröffentlicht von am 7. Dezember 2011 in FinanzierungWenn eine Immobilie finanziert werden muss, spielt die Bonität des potenziellen Käufers der Immobilie eine große Rolle. Die finanziellen Verhältnisse werden durch das Kreditinstitut, bei dem die Finanzierung beantragt wird, auf Herz und Nieren geprüft. Die Finanzierung wird gesichert durch Lebensversicherungen oder Grundbucheintragungen. Bei einem Objektkredit spielt die Bonität des Darlehensnehmers keine oder nur eine geringe Rolle.
Das Objekt finanziert sich durch die Nutzung selbst und somit ist es nicht der Darlehensnehmer, der für die monatlichen Raten zuständig ist, sondern ein separates Konto, auf welchem die Einkünfte aus dem Objekt eingehen. Von hier aus holt sich das Kreditinstitut die monatliche Rate für das Objekt. Die Prüfung der Bonität ist von daher recht einfach gehalten. Im Endeffekt interessiert hierbei nur, ob der Darlehensnehmer bisher seinen finanziellen Verpflichtungen im vollen Umfang nachgekommen ist.
Auch muss die Gefahr ausgeschlossen werden, dass der Darlehensnehmer das gewährte Darlehen oder die Erträge aus dem Objekt für andere Zwecke nutzt. Eine Objektfinanzierung ist somit für so ziemlich jeden möglich, der sich ein wenig auskennt und eine Immobilie nicht selbst nutzen möchte. Es handelt sich hier um eine gute Kapitalanlage, denn hat sich das Objekt erst vollständig selbst finanziert, hat man praktisch eine Immobilie erworben, die man zur Altervorsorge oder anderweitig nutzen kann, die sich aber selbst finanziert hat.
Objektfinanzierung wird häufig bereits als Kapitalanlage angeboten. Oftmals sind Immobilienfirmen hier die Anbieter, die auch bereits mit Banken zusammenarbeiten und somit müssen nur noch Kapitalanleger gefunden werden. Eigentumswohnungen werden häufig als Kapitalanlage über eine Objektfinanzierung angeboten. Der Kapitalanleger kauft das Objekt, das oftmals sogar bereits vermietet ist. Er übernimmt hiermit zwar die Verantwortung als Vermieter, erhält aber die Mieteinnahmen, mit denen das Objekt letztlich abgezahlt wird.
Benötigt er zehn Jahre später Kapital, so kann die Wohnung weiterverkauft werden. Die Finanzierung wird durch Zahlung des Restbetrages aufgelöst, der neue Eigentümer finanziert das Objekt auf seine Weise – entweder zur Selbstnutzung oder ebenfalls als Kapitalanlage zur Weitervermietung. Häufig wird ein Eigenkapitalanteil in Höhe von 20 Prozent verlangt. Auf Grund der Finanzkrise 2008 werden Objektkredite derzeit nur beschränkt oder gar nicht mehr angeboten.

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